Samstag, 5. Juli 2014

Ein paar Gedanken zwischendurch

Hallöle :)

Wir haben hier auf dem Seminar heute die Aufgabe gekriegt, zwei Stunden lang ohne mit Menschen zu kommunizieren einfach mal so durch die Gegend zu bummeln, nen schönen Ort finden und nachzudenken. Oder eben nicht. Ich hab viel über Neuseeland nachgedacht und das aufgeschrieben und jetzt lasse Ih euch mal an meinen Gedanken teilhaben :)

Ein schöner Ort zum allein sein...

...habe ich gedacht, als ich zu diesem See gekommen bin.
Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, wo ich gerade bin. Ich bin einfach in einen Bus gestiegen, irgendwann ausgestiegen und dann hier angekommen. Hier an diesem See.
Es sind noch ein paar andere Menschen hier und auch eine Schnellstraße ist nicht weit weg.
Es ist laut, aber nicht so laut, dass es stören würde, und es ist still, aber nicht so still, dass es unheimlich wird.
Es ist ist ein schöner Ort um mit Freunden zu chillen, aber auch ein schöner Ort um Nachdenken. Und dafür bin ich hier. Zum Nachdenken.

10 Tage sind es noch bis sich etwas in meinem Leben verändert. Es hat sich schon oft etwas verändert, aber diesen Sommer ist das anders. Ich bereute mich nicht auf eine neue Klassenstufe, eine neue Klasse oder auf eine neue Schule vor. Nein. Ich bereite mich auf etwas größeres vor. Auch wenn diese Dinge ebenfalls mehr oder weniger groß sind, so ist der Einstieg in das Berufsleben doch größer. Die Tatsache, dass das am anderen Ende der Welt stattfindet, macht das Ganze zu einer riesigen Sache.

10 Tage ist das noch entfernt.

10 Tage. Eine Zeit, die mir hier auf dem Seminar teils sehr lang und teils wahnsinnig kurz erscheint.

10 Tage. Eine Zeit voller Angst.
Angst, nicht alles zu schaffen.
Angst, etwas oder jemanden zu vergessen.
Angst,  das Ganze in Neuseeland doch nicht zu packen.

10 Tage. Eine Zeit voller Freude.
Freude, etwas Neues zu erleben.
Freude, endlich keine Schülerin mehr zu sein.
Freude, eine tolle Zeit mit tollen Leuten zu erleben.

10 Tage und mit jedem Tag wird der Zwiespalt großer.

Es ist nicht einfach dazwischen zu stehen.
Der See hier erinnert mich an mich. Der Zwiespalt zwischen laut und leise spiegelt meinen Zwiespalt zwischen Angst und Freude wieder.
Der See hat sein Gleichgewicht gefunden, also werde ich das auch tun.
Er ist meine Ruhe vor dem Sturm. Mein Ort, an dem ich entspannen kann, bevor ich gleich wieder zum Seminar muss und wieder dem "Alltagsstress" ausgesetzt bin.
Durch diese Ruhe kann ich viel sicherer und glücklicher in die Zukunft blicken.
Selbst die Regenwolken, die jetzt langsam aufziehen, bestärken mich in meinen Plänen, in meine Vorfreude. Sie sind natürlich, genauso wie meine Angst, und ziehen sie wieder ab und die Sonne kommt wieder raus, ebenso wie meine Freude.

Und doch muss ich ihn jetzt verlassen, meinen Ruhepol. Es ist schön hier. Ein schöner Ort zum allein sein...

2 Kommentare:

  1. RF: ich lese das grade um 5 Uhr morgens und finde den Beitrag grade unglaublich schön :3 ♥ - Cathy

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  2. Ich mag diese frei "gelaufenen" Gedanken in so Blogs ja wirklich am liebsten und ich weiß auch schon grad wieder, warum :3 :) (und da hat Cathy absolut recht :D )

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